Schücking, Lothar

* 30.4.1873 Wollin, Pommern, † 2.2.1943 Sassenberg, Westfalen,


Jurist. Er wurde 1903 Bürgermeister von Husum. In einem Buch übte er 1908 scharfe Kritik an der "Reaktion in der inneren Verwaltung Preußens". Als der preußische Innenminister deshalb ein Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Amtsenthebung gegen ihn einleitete, sorgte der "Fall Schücking" für Aufsehen in ganz Deutschland. Es handelte sich um den größten Verwaltungsskandal im kaiserlichen Deutschland. Der Bürgermeister wurde zwar "nur" zu einer Geldstrafe verurteilt, gab aber sein Amt 1909 wegen seiner angegriffenen Gesundheit auf. Während der Weimarer Republik war er als Rechtsanwalt in Dortmund tätig und setzte sich für die Friedensbewegung ein. Die Nationalsozialisten erteilten ihm Berufsverbot.










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