Reuß, Graf Heinrich von, Deichbauunternehmer


Deichbauunternehmer. Nach dem Tod des dänischen Staatsrats Jean Henri Desmercières fiel 1778 der größte Teil seines Vermögens an Graf Heinrich XLIII. von Reuß-Schleiz-Köstritz, den Enkel seiner Stiefschwester Gräfin de Monteleone, geborene Gyldensteen. Väterlicherseits entstammte Graf Reuß einem thüringischen bzw. russisch-galizischen Adelshaus, Geburts- und Todesjahr sind unbekannt. Reuß setzte mit der Eindeichung des Reußenkooges 1789 und des Louisen-Reußen-Kooges 1799 das Bredstedter Werk fort. Obwohl beim Verkauf der beiden Köge glänzende Gewinne erzielt wurden, gelang es Reuß, der 1806 den Titel eines Fürsten erhalten hatte, nicht, seine maroden Finanzen zu sanieren. 1808 verkaufte er seinen Oktroi an den dänischen König zurück und verzichtete auf weitere Bedeichungen.

August Wilhelm Geerkens: Jean Henri Graf Desmercières, Flensburg 1960.
Sielverband Reußenkoog (Hrsg.): 200 Jahre Reußenkoog 1789-1989, Bräist/Bredstedt 1989.
Thomas Steensen: Ein Koog mitten in Nordfriesland. Festvortrag zum 200jährigen Bestehen des Reußenkooges. In: ZEW 1990, S. 72-80.








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