Peters, Lorenz Conrad

* 11.1.1885 Oevenum/Föhr, † 30.7.1949 Århus,


begr. in Husum, Studienrat, friesischer Schriftsteller und Heimatforscher. Der "friesische Feuerkopf von der Insel Föhr" setzte sich zeitlebens insbesondere für seine friesische Muttersprache ein und war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine zentrale Persönlichkeit in der friesischen Bewegung. Mit einer Arbeit über "Das föhringische Haus" promovierte er in Kiel und wurde 1919 Gymnasiallehrer am Lyzeum in Husum. Er trat im Abstimmungskampf 1919/20 für die deutsche Seite ein und sah auch seine friesische Arbeit unter nationaldeutschen Vorzeichen. Sein bedeutendstes friesischsprachiges Werk ist die Komödie "Oome Peetje ütj Ameerika" (1923). Manche seiner Gedichte sind noch heute beliebt. 1925 erschien ein föhring- amringisches Lesebuch und 1927 ein Liederbuch. Im Auftrag des Nordfriesischen Vereins gab er 1929 das umfassende Heimatbuch "Nordfriesland" heraus, das zu einem Standardwerk wurde. Da er Freimaurer war, hatte er unter dem Nationalsozialismus zu leiden und musste auch seine Arbeit im Nordfriesischen Verein einstellen. Intensiv wirkte er am Aufbau des Nissenhauses mit. Nach 1945 sah er die Zukunft Nordfrieslands bei Dänemark. Er war 1948 Mitbegründer des Vereins Nordfriesisches Institut.

Goslar Carstens: Dr. L. C. Peters. In: Jahrbuch des Nordfriesischen Instituts 2 (1950), S. 190-192.
Volkert F. Faltings (Hrsg.): Lorenz Conrad Peters (11.1.1885-30.7.1949), Insel Amrum 1986.
Thomas Steensen: Die friesische Bewegung in Nordfriesland im 19. und 20. Jahrhundert, Neumünster 1986 (siehe Personen-Register).
Jakob Tholund: Eilunsfresken - Inselfriesen. Lebensbilder aus Nordfriesland, Bräist/Bredstedt 1995, S. 67-78.








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