Clement, Knut Jungbohn

* 4.12.1803 Norddorf/Amrum, † 9.10.1873 Jersey City, USA,


Universitätsdozent, Schriftsteller. Nach dem Studium in Heidelberg und Kiel bereiste er mit einem Stipendium des dänischen Königs viele mittel- und westeuropäische Länder. 1841-47 war er Privatdozent für Geschichte an der Universität Kiel. Da er keine Professur erhielt, blieb er auf Einnahmen aus seinen schriftstellerischen Arbeiten angewiesen. Wohl als erster Nordfriese gab er öffentlich einem eigenen nordfriesischen Volksbewusstsein Ausdruck. Weder Schleswig-Holsteiner noch Dänen brachten aber dafür Verständnis auf (friesische Bewegung). Einer Schrift von 1842 stellte er das Motto Lewer duad üs Slav### voran, das seither oft als Wahlspruch der Friesen benutzt wird. Auf den Volksfesten der Nordfriesen in Bredstedt trat er für einen Anschluss an die schleswig-holsteinische Bewegung ein. In seinen Schriften verklärte er die friesische Geschichte häufig in romantischem Sinne und zeigte sich als früher Anhänger rassistischen Denkens.

K.J. Clement: Lebens- und Leidensgeschichte der Frisen, insbesondere der Frisen nördlich von der Elbe. Nachdruck der Ausgabe von 1845, Leer 1980.
Johannes Jensen: Nordfriesland in den geistigen und politischen Strömungen des 19. Jahrhunderts (1797-1864), Neumünster 1961, Nachdruck: Bräist/Bredstedt 1993.








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