Bendsen, Bende

* 10.12.1787 Risum, † 18.12.1875 Ærøskøbing,


Lehrer, friesischer Sprachforscher und Dichter, Magnetiseur. Eine feste Anstellung als Lehrer fand er nicht, so dass er sich seinen Lebensunterhalt zumeist als Privatlehrer auf der Insel Ærø mühsam verdiente. Er eignete sich das von dem Schweizer Franz Anton Mesmer entwickelte Verfahren an, Krankheiten durch Magnetfelder zu heilen, und führte als Magnetiseur mehrere Behandlungen durch. Seine bleibende Bedeutung liegt in der Beschäftigung mit seiner friesischen Muttersprache. Er begründete eine festlandsnordfriesische Schriftsprache und steht am Beginn der wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Nordfriesischen. Die 1817-24 erarbeitete Grammatik seines Mooringer Dialekts wurde von dem dänischen Sprachwissenschaftler Rasmus Rask und dem Begründer der Germanistik Jacob Grimm hoch gelobt. Im Druck erschien sie schließlich 1860 in Leiden/Niederlande, herausgegeben von dem Sprachforscher Matthias de Vries. Bendsen schrieb mehrere Gedichte in friesischer Sprache, von denen einige noch heute bekannt und beliebt sind, und übertrug u. a. Märchen ins Friesische.

Bende Bendsen: Die nordfriesische Sprache nach der Moringer Mundart, zur Vergleichung mit den verwandten Sprachen und Mundarten, Leiden 1860.
Bende Bendsen 1787-1875. Friesische und deutsche Gedichte. Hrsg. von Ommo Wilts, Risem (Risum) 1976.
Tony Feitsma und Ommo Wilts (Hrsg.): Bende Bendsen (1787-1875). Grammatiker und Magnetiseur. Mit einem Anhang seiner Märchenübersetzungen, Kiel/Amsterdam 1990.








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