Tümlauer Koog

Die Gemeinde liegt im äußersten Westen Eiderstedts rund sechs Kilometer nördlich von →Sankt Peter-Ording. Sie gehört zum Amt Eiderstedt. Timmelaus Koog wurde 1805 erstmals urkundlich erwähnt. Die Streusiedlung liegt auf dem Areal des historischen „Graffenkoogs“, der von 1699 bis 1717 Bestand hatte. Sein zweiter Besitzer hieß J. Thomblow und war Namensgeber für die Tümlauer Bucht. 1934 wurde sie wieder bedeicht. Der →Tümlauer Koog gehörte zunächst zur Gemeinde →Tating, wurde 1936 jedoch selbstständig. Nach der verheerenden Sturmflut im Februar 1962 sorgten Tausende von italienischen und jugoslawischen Gastarbeitern für die Instandsetzung und Erhöhung des stark zerstörten Seedeiches. Der noch höheren Sturmflut von 1976 konnte er widerstehen.

Heute leben rund 100 Einwohner (2008) auf einer Fläche von 620 Hektar. Zehn landwirtschaftliche Betriebe nutzen etwa 600 Hektar Land. Daneben bildet die Bettenvermietung das zweite wichtige Standbein bei der Einkommenssicherung. Die Gemeinde besitzt keinen Ortskern. Die Bauern- und Siedlungshäuser verteilen sich entlang der rund sechs Kilometer langen Koogsstraße, die Sankt Peter-Ording mit →Westerhever im Norden verbindet. Zur Kirche wendet man sich nach Tating. Ein Glockenturm im Koog, Wahrzeichen der Gemeinde, verkündet seit über 70 Jahren die Ankunft neugeborener Gemeindemitglieder: Pro Pfund Gewicht erklingt die Glocke eine Minute lang.


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