Tinningstedt

(fries.: Tæningstää, Taningstää; dän.-mundartl.: Tinnestej) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Neulandhof und Stockholmacker liegt rund sieben Kilometer nordöstlich von →Niebüll und rund fünf Kilometer nördlich von Leck im Amt Südtondern. Tynnygestede wurde 1451 erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar. Funde von Klingen und anderen Werkzeugen aus Flint weisen auf eine Besiedlung des Gebietes seit der Mittelsteinzeit (ca. 10000 bis 4300 v. Chr.) hin. Drei Grabhügel stammen aus der Jungsteinzeit. Eisenschlacken deuten auf eine frühgeschichtliche Eisenverhüttung hin. In den 1980er Jahren diente das Dorf als „Modellgemeinde Landschaftspflege“ des Landes Schleswig-Holstein. 33 miteinander vernetzte Feuchtbiotope wurden angelegt, Bäume gepflanzt, Reetdächer, Tore und Steinwälle erneuert. Ein 1985 enthüllter Gedenkstein erinnert an diese und vorangegangene Maßnahmen wie die →Verkoppelung 1769-1808 und die Flurbereinigung 1958-1966.

Heute leben 205 Menschen (2008) auf einer Gemeindefläche von 890 Hektar. Elf landwirtschaftliche Betriebe nutzen 682 Hektar Land. Alte Bauernhöfe und Einfamilienhäuser prägen das Ortsbild. Eine Autowerkstatt und eine Versicherungsagentur sind die einzigen Gewerbetreibenden, die Tinningstedt Danske Skole die einzige Schule im Dorf. Ehrenbürgermeister Arnold Jessen, Landwirt und Autodidakt, erstellte eine der Ortschroniken.

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