Südfall

("Fall" = Riff, das durch den Fall des Sandes oder Schlicks entstanden ist), Hallig im Amt Pellworm, rund fünf Kilometer südöstlich der gleichnamigen Insel und rund fünf Kilometer westlich der Insel Nordstrand gelegen. Die Landfläche von Südfall hat sich über die Jahrhunderte sehr stark vermindert, sie beträgt heute noch etwa 56 Hektar. In der Sturmflut von 1825 ertranken alle Bewohner Südfalls. Eine Familie kehrte zurück und betrieb hier Weidewirtschaft. Nach verschiedenen Besitzerwechseln erwarb im Jahre 1910 die Gräfin Diana Reventlow-Criminil die Hallig, sie lebte hier bis sie am 5.8.1953 im Alter von 90 Jahren starb. Die Hallig ging in den Besitz des Landes Schleswig-Holstein über und wurde 1959 unter Naturschutz gestellt. Seit 1985 gehört sie zur Zone I des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Sie wird bewohnt (Stand: Sommer 1998) von einem Ehepaar (Wechsel: März 2000), das für die Überwachung der Naturschutzbestimmungen, die Instandhaltung der Uferschutzbauten und die Betreuung der Besucher zuständig ist. Südwestlich der heutigen Hallig vermutet die Forschung den Ort der Marschensiedlung Rungholt.

Georg Kullik, Robert Brauer: Südfall. Die Geschichte einer Hallig, Nordstrand 1984








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