Struckum

(fries.: Strükem) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Fehsholm und Wallsbüll liegt am Geestrand rund vier Kilometer südlich von Bredstedt im Amt Mittleres Nordfriesland. 1352 wurde Struckum erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet "zu den Sträuchern". Funde von Werkzeugen aus Flint deuten auf eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit hin. Bei Funden von Keramikscherben handelt es sich Reste von mittelalterlichen Dorfwüstungen. Um 1520 wurde die Marsch vor Struckum bedeicht. Es entstanden der Breklumer Koog und der Wallsbüller Saatkoog, die teilweise zum Gemeindegebiet gehören. Mitte des 19. Jahrhunderts bestand das Dorf aus drei größeren und acht kleineren Landstellen sowie 17 Katen.
Heute leben etwa 1010 Einwohner (2008) auf einer Gemeindefläche von 892 Hektar. 21 landwirtschaftliche Betriebe nutzen rund 800 Hektar Land. Als Wahrzeichen des Ortes gilt die Graupenmühle "Fortuna" von 1806. Zu den wechselnden Besitzern gehörte zeitweise der Berliner Liedermacher Hannes Wader. 2002 ließen engagierte Mitbürger die Mühle renovieren, so dass sich ihre Flügel nun wieder im Wind drehen. Für den größten Anteil an der Gewerbesteuer sorgen die modernen Windmühlen. 1992 wurde in Struckum der erste Windpark im Amt Bredstedt-Land errichtet. 1994 kam ein Bauernwindpark hinzu. 2002 konnten Einwohner der Gemeinde Teilhaber an einem dritten Windpark werden. Weitere Gewerbebetriebe wie ein Lohn-, Bau- und Fuhrunternehmen, eine Schmiede, eine Tischlerei sowie Firmen für Holzbau, Tiefbau und regenerative Energien tragen zur Wirtschaftskraft Struckums bei. Den Ortsmittelpunkt bildet das Gemeindehaus, in unmittelbarer Nachbarschaft liegt der Kindergarten. Westlich der Bundesstraße 5 entstand 2005 das DRK- Senioren- und Pflegeheim "Haus Sprackelbarg".








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