Stapelholm

Die Landschaft Stapelholm liegt in der Niederung der unteren Eider, Treene und Sorge. Das Gebiet besteht aus zwei Höhenketten, die von entwässerter Flussmarsch und Mooren umgeben sind. Es umfasst ca. 160 Quadratkilometer. Stapeleholm ist 1260 zum ersten Mal urkundlich belegt und bedeutet vermutlich "Geestinsel (Holm = Erhebung) bei den Stapelplätzen" an Treene (Norderstapel) und Eider (Süderstapel). Die Flussniederungen wurden zwischen Mitte des 15. und Mitte des 16. Jahrhunderts eingedeicht, es entstanden zehn Köge: Mildterkoog, Schlickkoog, Gehrkandkoog, Tadjebüller Koog, Nordfelder Koog, Osterfelder Koog, Oldenkoog, Oldenfelder Koog, Südfelder Koog und Deljekoog. Die Abgelegenheit des Gebietes führte zu einer ziemlich eigenständigen Entwicklung mit einem hohen Grad an Selbstverwaltung und eigenem Recht, der Stapelholmer Konstitution von 1623. Seit 1500 unterstand die Landschaft dem Amt Gottorf. 1777 kam sie zum Amt Hütten. Sie umfasste die Kirchspiele Bergenhusen, Erfde, Süderstapel und einen Teil der Herrnhallig, die überwiegend zum Eiderstedter Kirchspiel Koldenbüttel gehörte. 1621 wurde durch den Gottorfer Herzog Friedrich III. (1597-1659) am Zusammenfluss von Eider und Treene das "Holländerstädtchen" Friedrichstadt gegründet. Beim Übergang der Herzogtümer an Preußen 1867 kam Stapelholm zum Kreis Schleswig. Bei der Gebietsreform 1970 wurden zur Arrondierung des neuen Kreisgebiets die Ortschaften Drage und Seeth aus dem Kirchspiel Süderstapel zu Nordfriesland gelegt. Die Landschaft Stapelholm gehört heute zum Kreis Schleswig-Flensburg. Die rund 6 000 Bewohner leben überwiegend von Landwirtschaft und Fremdenverkehr.








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