Stadum

(fries.: Ståårem; dän.-mundartl.: Stajm; niederdt.: Stådum) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Fresenhagen und Holzacker liegt rund sechs Kilometer südöstlich von Leck im Amt Südtondern. Die Kreisgrenze ist knapp zwei Kilometer entfernt. Um 1470 wurde Stadem erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet vermutlich "Wohnstätte, Wohnplatz, Siedlung". Winzige Flintklingen, sogenannte Mikrolithen, sind die ältesten Zeugen einer Besiedlung seit der Mittelsteinzeit (ca. 10000-4300 v. Chr.). Weitere Flintwerkzeuge stammen aus der Jungsteinzeit, zwei Grabhügel auf dem Gemeindegebiet aus der frühen Bronzezeit, Keramikscherben aus der Eisenzeit. Bis 1867 unterlagen die Stadumer der Gerichts- und Verwaltungshoheit des Gutes Fresenhagen. 1935 wurde es nach Stadum eingemeindet. 1974 kam die Gemeinde Holzacker dazu.
Heute leben auf einer Fläche von 1 974 Hektar rund 1 020 Menschen (2008) in Stadum. Der Ort ist geprägt durch die General-Thomsen-Kaserne der Bundeswehr und durch die Landwirtschaft. 13 Betriebe bewirtschaften eine Fläche von 1 417 Hektar. Eine Ansiedlung von Gewerbebetrieben ist aus landespolitischen Gründen nicht möglich. Stadum kann deshalb als typisches "Schlafdorf" bezeichnet werden. Hauptaugenmerk gilt dem Erhalt der Grundschule von 1929. Mitten im Ort steht ein Glockenturm, der Gottesdienst findet im Gemeindehaus statt. Als Geheimtipp gilt bei Touristen neben der Heuherberge der Golfplatz Hofberg. Bis zu seinem Tod 1996 wohnte der Musiker, Autor und Schauspieler Rio Reiser (Ralph Christian Möbius, 1950-1996) in Fresenhagen. Sein Haus ist Austragungsort für viele kulturelle Veranstaltungen.

Festschrift zur 500 Jahrfeier der Gemeinde Stadum 1486-1986, Stadum 1986.








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