Sprakebüll

(fries.: Språkebel; dän.-mundartl.: Sprachbøl; niederdt.: Språkebüll) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Freienwill, Gaarde, Hogelund, Sandacker und Sprakebüllfeld liegt rund sieben Kilometer östlich von Leck im Amt Südtondern. Zwei Kilometer weiter östlich verläuft die Kreisgrenze. Myn g?d Sprakeb?l wurde 1498 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet "Siedlung des Spragh". Stichel und Klingen aus Flint zeugen von einer menschlichen Besiedlung seit der Mittelsteinzeit (ca. 10000-4300 v. Chr.). Einige Beile und Dolche stammen aus der Jungsteinzeit, zwei Grabhügel können zeitlich nicht exakt zugeordnet werden. 1498 existierte ein Gut im Dorf, 1689 gab sich die Bauerschaft eine eigene, genehmigte Willkür. Als 1928 die letzten Gutsbezirke aufgelöst wurden, kamen die vorher selbstständigen Güter Fresenhagen, Gaarde und Hogelund zu Sprakebüll. Fresenhagen wurde 1935 nach Stadum ausgegliedert. Der Bärenshöfter Wald, der Langenberger Forst, die Bordelumer Heide und die Lecker Au prägen das Landschaftsbild.
Heute leben 230 Einwohnern (2008) auf einer Fläche von 1 137 Hektar. Elf landwirtschaftliche Betriebe nutzen 983 Hektar Agrarland. 1998 wurde der damals europaweit größte Bürgerwindpark in Betrieb genommen. Mittlerweile trägt auch eine Biogas-Anlage zur Gewinnung alternativer Energie bei. Ein Sprakebüller Unternehmer handelt mit Solarmodulen. Durch die Ausweisung von Baugebieten konnten junge Familien in die Gemeinde gezogen werden. Die Kinder allerdings müssen zur Tagesstätte und Grundschule nach Achtrup, zur Haupt- und Realschule nach Leck und zum Gymnasium und zur Berufsschule nach Niebüll fahren. In dem 2002 gegründeten "Ereigniswald" pflanzen Sprakebüller zu besonderen Anlässen einen Baum.

Johann Kühn: Chronik der Gemeinde Sprakebüll, Sprakebüll o. J.








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