Sollwitt

(fries.: Salwitt; dän.-mundartl.: Sollever) Die Gemeinde mit dem Ortsteil Pobüll liegt am östlichen Rand des Kreisgebiets rund vier Kilometer nordöstlich von Viöl im gleichnamigen Amt. 1407 wurde Zolwith erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet "Wald bei einem Sumpf, bei einer sumpfigen Stelle". Einzelfunde von Werkzeugen und Waffen aus Flint belegen eine Besiedlung des Gebietes seit der Jungsteinzeit. Eisenschlacken weisen auf eine vor- und frühgeschichtliche Verhüttung von Raseneisenerz hin. 1927 wurden viele Hektar des Pobüller Moores, dessen Schicht eine Mächtigkeit bis zu sieben Metern aufweist, urbar gemacht. Die Gemeinde Pobüll kam 1934 zu Sollwitt.
Heute leben rund 305 Menschen (2008) auf einer Fläche von 1 095 Hektar. 19 Agrarbetriebe und zwei Nebenerwerbsbetriebe bewirtschaften rund 900 Hektar Land, 100 Hektar werden forstwirtschaftlich genutzt. Europaweit bekannt ist die 1977 eingerichtete Hengststation. Etwa 600 Stuten werden jährlich in den Ort gebracht, um gedeckt zu werden. Arbeitsplätze schafft auch das über die Grenzen hinaus bekannte Kinderheim "Alte Schule Sollwitt". Es dient seit 1980 der Betreuung sozial auffälliger Kinder und Jugendlicher. Gewerbliche Einkommensquellen bieten ein Metallbaubetrieb, eine Malerfirma, eine Gardinennäherei und Polsterei, ein Hufschmied, ein Sanitär- und Heizungsbauer, ein landwirtschaftlicher Lohnbetrieb, ein Mineralfutterhändler, ein Anbieter für Bauelemente und ein Bauunternehmer. Im kulturellen Bereich wirken der Ortskulturring, die Freiwillige Feuerwehr und der Ringreiterverein.








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