Rantrum

(fries.: Rånterem) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Ipernstedt, Lurup und Rantrum Deich liegt rund sieben Kilometer südöstlich von Husum im Amt Nordsee-Treene. 1381 wurde Ranthem erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet "Heim (Siedlung) am Rande (der Geest)". Etwa 40 Grabhügel bezeugen eine frühe Besiedlung seit der Jungsteinzeit. Urnen und weitere Funde belegen mindestens eine Siedlungsstelle aus der Eisenzeit. 1881 wurden arabische Münzen aus dem 8./9. Jahrhundert gefunden. Sie zeugen von den weiten Fahrten der Wikinger.
Ab 1460 wirkten die Rantrumer an der Bedeichung der Südermarsch mit. Bis 1579 war der Meeresarm der Nordereider vollständig verschwunden. Die älteste Erwähnung einer Schule im Ort stammt von 1602. Heute besteht noch die Grundschule. 1867 erhielt Rantrum Anschluss an das Straßennetz, 1886/87 wurde die Chaussee Husum-Rantrum-Schwabstedt- Seeth gebaut. 1910 entstand ein Bahnhof an der mittlerweile stillgelegten Eisenbahntrasse Husum-Rendsburg. Die Südermarsch wurde 1937 eigenständige Gemeinde. Im Zuge einer Amtsreform kam 1974 das Dorf Ipernstedt zu Rantrum. Heute leben 1 630 Einwohner (2008) auf einer Fläche von 1 372 Hektar. 14 landwirtschaftliche Betriebe nutzen 1 692 Hektar. Rund 30 Gewerbebetriebe und das Wasserwerk, das ganz Eiderstedt sowie die Südermarsch, Simonsberg und Teile von Friedrichstadt mit Trinkwasser versorgt, bieten einige Arbeitsplätze. Viele Bürger halten Anteile an zwei Bürgerwindparks. Bank, Bäcker, Kaufmann, Arzt, Gaststätte, Grundschule und Kindergarten dienen der Grundversorgung vor Ort. 2000 wurde Rantrum Landessieger beim Wettbewerb "Unser schönes Dorf, unser Dorf hat Zukunft". 2001 wurde sogar die Silbermedaille auf Bundesebene gewonnen. Für ein ausgeprägtes Gemeinschaftsleben sorgen etwa 40 Vereine und Verbände. Freiwillige Helfer bauten in über 8 000 Arbeitsstunden eine neue Reit- und Mehrzweckhalle.








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