Osterhever

Die Gemeinde mit den Ortsteilen Norderheverkoog, Alt- und Neuaugustenkoog liegt rund 22 Kilometer südwestlich von Husum im Amt Eiderstedt. Bad Sankt Peter-Ording befindet sich etwa zwölf Kilometer südwestlich, Garding sieben Kilometer südlich davon. 1352 wurde das Kirchspiel „östlich der Hever“ erstmals urkundlich erwähnt. Dies zeigt, dass damals der Heverstrom noch zwischen Oster- und Westerhever hindurch floss. Vermutlich im 12. Jahrhundert wurde von Garding aus eine Kapelle auf der Insel Osterhever gegründet. Damals könnte auch die Dorfwarft entstanden sein. Erst nach der großen Sturmflut von 1362 wurde das Kraueltief überwunden und Osterhever mit Everschop verbunden. Die Sankt Martin-Kirche stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im Inneren des spätromanischen Backsteinbaus finden sich ein spätgotischer Schnitzaltar aus der Zeit um 1520, eine spätgotische Triumphkreuzgruppe und eine klassizistische Kanzel von 1822. Kirche, Pastorat und einige Häuser, häufig auf Warften, bilden den Ortskern.
2002 schloss sich die Gemeinde Augustenkoog an. Heute leben in Osterhever etwa 250 Personen (2008) auf einer Fläche von 1 843 Hektar. 22 landwirtschaftliche Betriebe nutzen 1 545 Hektar. Angebaut werden Raps, Weizen und Mais sowie Wintergerste. Auf den Weiden stehen Schwarzbunte, Rotbunte, Melkkühe und Schlachtrinder. Schafe halten die Grasnarbe auf dem Deich kurz. Abseits des Dorfkerns liegen Handwerks- und Gewerbebetriebe, darunter eine Kfz-Werkstatt, ein Landmaschinenhandel und ein Gartenbaubetrieb. Sie bieten rund 35 Arbeitsplätze. Immer wichtiger wird der Fremdenverkehr. Wem das Seebad Sankt Peter-Ording zu hektisch ist, der lässt sich in Osterhever nieder. Rund 200 Gästebetten stehen zur Verfügung.








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