Ostenfeld

(fries.: Aastenfäil; dän.-mundartl.: Øssenfjylj, Østenfjolj) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Drellborg, Langenhöft, Ostenfeld-Feld, Rott und Schmöl liegt rund zwölf Kilometer östlich von Husum und gehört zum Amt Nordsee-Treene. 1352 wurde Ostenfiold erstmals urkundlich erwähnt. 1450 findet man Ostenfyolde. Der Ortsname bedeutet vermutlich „östlich von Viöl“, wobei østen auch den Südosten bezeichnen und Fjolde sich nicht nur auf einen Ort, sondern auch auf einen Landstrich beziehen kann. Mehrere Grabhügel aus der Jungsteinzeit und aus der frühen Bronzezeit bezeugen eine frühe Besiedlung der Ostenfelder Landschaft. Nordöstlich des Ortes liegt ein ovaler Hügel, der als mittelalterliche Turmhügelburg gedeutet wird. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich mit 54 Metern über Normal Null die höchste Erhebung des Kreises Nordfriesland.
Spätestens im 15. Jahrhundert entstand eine steinerne Kirche in Ostenfeld. Sie ist zu sehen auf einem Gemälde, das in der 1772 errichteten Sankt Petri-Kirche hängt. Zur Innenausstattung gehören weiter eine Granittaufe aus dem 12./13. Jahrhundert, der Altar von 1470, eine Kreuzgruppe aus dem 15. Jahrhundert und die Kanzel von 1775. Im 16. Jahrhundert wurde die erste Schule eingerichtet. Heute besitzt Ostenfeld noch eine Grundschule und einen Kindergarten. Das repräsentative Ostenfelder Bauernhaus steht seit 1899 als Deutschlands ältestes Freilichtmuseum in Husum.
Heute leben rund 1 550 Einwohner (2008) auf einer Gemeindefläche von 2 767 Hektar. 16 landwirtschaftliche Betriebe nutzen eine Fläche von rund 1 450 Hektar. Einige Gewerbebetriebe sichern die Versorgung und für Beschäftigung. In der kleinsten Meierei Schleswig-Holsteins, 1887 als Genossenschaft gegründet, wird ausschließlich traditionell gearbeitet.

Magnus Voss: Chronik der Kirchengemeinde Ostenfeld im Kreise Husum. In: JbNfV 2 (1904/05), S. 29-183 (Nachdruck: Ostenfeld 1996).








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