Oldersbek

(niederdt.: Ollersbek) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Kollschau, Oldersbekfeld und Steinberg liegt etwa neun Kilometer südöstlich von Husum im Amt Nordsee-Treene. Oldersbeck 1352 und Oldersbeke (1448) sind frühe urkundliche Erwähnungen. Der Ortsname bedeutet „Bach des Alder“, ein Rufname in der Bedeutung „Heerführer, Anführer“. Fintinventare, vor allem charakteristische Kerbspitzen, der sogenannten Hamburger Stufe bezeugen eine sehr frühe Besiedlung des sanften Tales seit knapp 15 000 Jahren. Aus der Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit stammen die Hügelgräber, die das Oldersbeker Gemeindegebiet prägen. 1649 wurde in einem Bauernhaus eine Schule gegründet. Das erste Schulgebäude entstand 1863. Zehn Jahre nach dem Neubau von 1966 wurde sie geschlossen. Die Schulkinder wenden sich nun nach Mildstedt. Ein Kindergarten befindet sich noch vor Ort.
Heute leben auf einer Fläche von 1 082 Hektar rund 650 Einwohner (2008). Elf landwirtschaftliche Betriebe nutzen insgesamt 735 Hektar Land. Außer dem Kaufmann verblieb kein Handelsgeschäft in Oldersbek, zwei Kfz-Werkstätten, zwei Reiterhöfe, eine Viehtransportfirma und eine Stahlbetonbaufirma bieten einige gewerbliche Arbeitsplätze. Aus der alten Schmiede wurde das „Dörps-Museum“ mit historischen Geräten und Landmaschinen.

Thomas und Johannes Clausen: Chronik von Oldersbek. Oldersbek 1990.








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