Ockholm

(fries.: e Hoolme) Die Gemeinde liegt rund zehn Kilometer nordwestlich von Bredstedt im Amt Mittleres Nordfriesland. Sie umfasst die Ortsteile Altendeich, Amtmannseck, Bongsiel, Christianswarft, Diedrichswarft, Eggenswarft, Fedderswarft, Große Gaarde, Grünwarft, Kirchwarft, Kleine Gaarde, Munksbrück, Norderdeich, Nordwarft, Peterswarft, Redlefswarft, Sönnenswarft, Süderdeich, Süderwarft, Tadenswarft, und Westerdeich. 1462 wurde Ockeholm erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet „Erhebung“ bzw. „Insel des Okko“.
Die einstige Hallig wurde 1515 mit der Eindeichung des Ockholmer Kooges landfest. Bei der historischen Sturmflut von 1634 kam es zu starken Wassereinbrüchen, rund 400 Menschen und 400-600 Stück Vieh ertranken in diesem Gebiet. Erst 1647 konnte die zerstörte Kirche wiederhergestellt werden. 1900 erhielt Ockholm Anschluss an das entstehende moderne Straßennetz, 1921 folgten die Versorgung mit elektrischem Strom und 1923 das Fernsprechnetz. 1959 wurde der westlich vor Ockholm liegende Hauke-Haien- Koog eingedeicht. Damit verlor der Hafen Bongsiel seine Bedeutung. Er wurde abgelöst von Schlüttsiel. Der südlich des Bongsieler Kanals liegende Teil des Kooges gehört zum Ockholmer Gemeindegebiet.
Heute leben auf einem Gemeindegebiet von 1 864 Hektar 360 Einwohner (2008). Elf landwirtschaftliche Betriebe bauen auf 978 Hektar Land hauptsächlich Getreide und Raps an. Rund 230 Gästebetten stehen für den Fremdenverkehr zur Verfügung. Die Schule wurde 1974 geschlossen, das Gebäude 1997 zum Gemeinschaftshaus umgewidmet. Zahlreiche Vereine zeugen von einem regen Dorf- und Gemeinschaftsleben.

Hoolme bai e stroun. Ockholm. Hrsg. von der Gemeinde Ockholm 1989.








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