Nordstrandischmoor

(niederdt.: Lüttmoor, fries.: Lätj Moor = „Kleines Moor“, ursprünglich Name für das hohe Moor auf Alt-Nordstrand), Hallig nördlich von Nordstrand. Die Größe beträgt etwa 180 Hektar. Ein 1933 errichteter, mit Loren befahrbarer Damm stellt die Verbindung zum Festland her. In vier Häusern auf vier Warften – Halberweg, Neu-, Norder- und Schulwarft – leben 16 Menschen. Das Hochmoorgebiet hatte nach der Sturmflut von 1634 vielen Bewohnern der zerstörten Insel Alt-Nordstrand als Zuflucht gedient. 1656 wurde eine Kirche errichtet, an der der Chronist Anton Heimreich als Pastor wirkte. Diese wurde in der Sturmflut von 1717 zerstört. Das letzte hiesige Gotteshaus aus dem Jahre 1821 fiel bereits wieder der Sturmflut von 1825 zum Opfer. Eine Besonderheit ist der von einem Graben umgebene Halligfriedhof, auf dem die Grabsteine flach im Boden eingelassen sind: Sie bieten so bei Landunter keine Angriffsfläche für die Wellen. In der Schule unterrichtet eine Lehrkraft drei Kinder (Stand: Sommer 1998). Nordstrandischmoor gehört zur Gemeinde Nordstrand.








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