Lütjenholm

(fries.: Läitjholem) Die Gemeinde mit den Ortsteilen Lütjenholmfeld und Megelberg liegt rund acht Kilometer nordöstlich von Bredstedt und gehört zum Amt Bredstedt-Land. Sie umfasst eine Fläche von 1 071 Hektar und hat etwa 320 Einwohner (2008). Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lutkeholm 1462. Der Ortsname bedeutet "kleine Erhebung".
Klingen, Querschneiden und andere Steinwerkzeuge weisen auf eine Siedlung der Mittelsteinzeit (ca. 10400 bis 4300 v. Chr.) hin. Keramikscherben und weitere Funde zeugen von einer Siedlung aus der vorrömischen Eisenzeit. Einige Eisenschlacken lassen auf eine Eisenverhütung auf Lütjenholmer Gebiet schließen.
Heute nutzen neun landwirtschaftliche Betriebe etwa 700 Hektar Land. Nur wenige Betriebe, darunter eine Kfz-Werkstatt und ein "Tante-Emma-Laden", haben sich in Lütjenholm niedergelassen. Die Bundeswehr, einst Hauptarbeitgeber, beschäftigt in ihrem auf Bargumer Gebiet liegenden Marinematerialdepot 1 noch einige Bedienstete. Kindergarten und Schule befinden sich in Langenhorn, Kirchengemeinde ist Breklum. Als besondere Errungenschaft darf die Vollkanalisation mit Klärwerk bezeichnet werden. Sie wurde 1999 in Betrieb genommen.

Chronik der Gemeinde Lütjenholm. Bd I: Die Häuser und ihre Bewohner, Lütjenholm 1992.
Schleswig-Holstein Topographie, HN 15.7.2005.








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