Kotzenbüll

Die Gemeinde im Amt Eiderstedt liegt mit den Ortsteilen Axendorf, Dorf, Kleihörn und Schwarzhof rund vier Kilometer nordwestlich von Tönning. Um 1438 wurde Kotzenbul erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet "Siedlung des Kotzo". Im Mittelpunkt steht die Sankt Nicolai-Kirche, ein kreuzförmiger Backsteinbau der Spätgotik. 1857-59 wurde er neugotisch überformt. Der Westturm stammt aus dem 14. Jahrhundert, das Kirchenschiff aus den Jahren 1488-95. Im Inneren befinden sich u. a. ein Flügelaltar von 1506, ein marmornes Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert sowie zwei Gemäldeepitaphien von 1588 bzw. 1596. Der bekannteste Kotzenbüller ist vermutlich der Theologe Emil Wacker, der an der Erweckungsbewegung in Nordschleswig maßgeblich mitwirkte.
19 landwirtschaftliche Betriebe prägen das Ortsbild. Sie nutzen 404 Hektar Fläche. Ein Großteil des gesellschaftlichen Lebens der rund 240 Einwohner (2008) spielt sich in Tönning ab. Dort befinden sich die Schulen, die Läden und die Feuerwehr. Geblieben sind in dem 777 Hektar großen Dorf die "Kinderstube" und die beiden Boßelvereine. ku

Claus Heitmann (Red.): 500 Jahre Kirchspiel Kotzenbüll, St. Peter-Ording 1995.
Schleswig-Holstein Topographie, HN 24./25.3.2005.








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