Katharinenheerd

Die Gemeinde im Amt Eiderstedt liegt mit den Ortsteilen Allersdorf, Hemminghörn, Rumpenhof und Stolthusen inmitten der Halbinsel etwa drei Kilometer östlich von Garding und rund acht Kilometer nordwestlich von Tönning. Hier beginnt ein Geestrücken, der sich über Garding und Tating bis nach Sankt Peter-Ording erstreckt. Cathrinencapel wurde 1352 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bezieht sich auf eine der heiligen Katharina geweihte Kapelle, die bereits um 1113 nachweisbar ist. Im frühen 16. Jahrhundert wurde sie durch die heutige Kirche ersetzt. In ihrem Inneren befinden sich ein dreiteiliger Spätrenaissance-Gemäldealtar von 1617, eine spätgotische Taufe, die Korbkanzel von 1612, der Orgelprospekt und die Westempore von 1840. Das Glockenhaus steht vor der Kirche, ein Ständer trägt das Datum 1685. Bei dem Hof Hemminghörn fanden einst die Landesversammlungen von Eiderstedt statt, bis sie 1625 nach Tönning verlegt wurden. Im späten Mittelalter hatte Katharinenheerd heftig unter den Auseinandersetzungen zwischen Eiderstedtern und Dithmarschern zu leiden. 1612 wurde ein Kanal nach Tönning gebaut, die "Norder-Bootfahrt".
Heute leben 173 Einwohner (2008) auf einer Fläche von rund 840 Hektar. Vier landwirtschaftliche Betriebe nutzen etwa 280 Hektar Land. Im Dorf gibt es keine Geschäfte mehr, auch keine Gastwirtschaft. Als Versammlungsraum wird die ehemalige Schule genutzt. Haupteinkommensquelle ist der Fremdenverkehr. Hier profitiert der Ort vom nur 15 Kilometer entfernten Seebad Sankt Peter-Ording.

Schleswig-Holstein Topographie, HN 14.1.2005.








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