Holm

Die Gemeinde im Amt Südtondern liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich von Niebüll und ziemlich genau auf der Hälfte der Strecke Niebüll-Süderlügum. To Holm wurde 1497 erstmals urkundlich erwähnt. Das Wort "Holm" bezeichnet im Niederdeutschen, Friesischen und Dänischen eine Insel oder eine Erhebung in einer Niederung. Mit der Eindeichung des Gotteskoogs wurde 1566 auch auf Holmer Gemarkung neues Land gewonnen, doch dauerte es noch drei Jahrhunderte, bis nach umfangreichen Entwässerungsmaßnahmen und dem Bau des Schöpfwerkes Verlath 1933 das Gebiet besiedelt und genutzt werden konnte. Mit einer Reihe von Häusern an der Straße von Niebüll nach Aventoft entstand in den 1930er Jahren der Ortsteil Gotteskoog. Sie gehören zu einem staatlich geförderten Projekt, mit dem jungen Familien die Existenzgründung erleichtert werden sollte.
Heute leben 84 Einwohner (2008) auf einer Fläche von 400 Hektar. Zwei landwirtschaftliche Betriebe nutzen 130 Hektar. Eine Reetdachdeckerei und eine Schlosserei bieten die wenigen Arbeitsplätze im Ort, Schule und Kindergärten befinden sich in Süderlügum, zur Kirche begibt man sich nach Braderup. In Holm wurde 1795 Andreas Hansen geboren. Er war Gerichtshalter in Leck und zu Beginn der 1840er Jahre einer der Unterzeichner einer Petition an den dänischen König mit der Bitte um den Beitritt Schleswigs zum Deutschen Bund. 1848 löste er auf Geheiß der Provisorischen Regierung in Kiel den königstreuen Amtmann von Tondern ab.

Schleswig-Holstein Topographie, HN 30.7.2004.








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