Högel

(fries.: Högel) Die Gemeinde im Amt Mittleres Nordfriesland liegt mit den Ortsteilen Mirebüll und Högelfeld sechs Kilometer nordöstlich von Bredstedt. De Hwel wurde 1377 erstmals urkundlich erwähnt, 1445 hieß es in Hugle, 1451 to Haghele und 1462 ville Hoghel. Die Bezeichnung stammt aus dem Dänischen und bedeutet "Hügel, Erhebung". Reste von Siedlungen aus der mittleren Steinzeit bezeugen eine sehr frühe Besiedlung der höheren Geest östlich von Bredstedt. Funde von Flintbeilen und Streitäxten stammen aus der Jungsteinzeit. Eisenschmelzen und Grabhügel deuten auf eine dauerhafte Besiedlung bis zur Völkerwanderungszeit hin. Aus dem Mittelalter finden sich die Reste des befestigten Adelssitzes Mirebüll. Bis Ende des 19. Jahrhunderts musste jeder Fremde bei "Andreas Bi't Heck" Wegezoll bezahlen. 1923 errichtete eine Lichtgenossenschaft, bestehend aus 45 Licht- und 15 Kraftstromabnehmern, eines der ersten Windkrafträder Deutschlands in Högel. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten die Högeler eine Zwangsevakuierung, als die Alliierten für zehn Monate das Dorf zum Sammelplatz für Zwangsarbeiter aus Polen und Russland machten.
Heute leben 450 Einwohner (2008) auf einer Fläche von 1 628 Hektar. 15 landwirtschaftliche Betriebe nutzen 1 070 Hektar Agrarland, 16 Gewerbebetriebe fördern die Wirtschaftsstruktur. Schulen und Kindergärten befinden sich in Bredstedt, kirchlich gehört Högel zu Breklum. Die alte Schule wurde in ein Gemeindehaus umgebaut. Das Dorfleben kreist um Feuerwehr, Ringreiter, Landjugend und Tischtennisclub. Seit 1967 gibt es auch ein Freibad. Der Erholung dienen das Heidemoor und das Eichenkratt in Högelfeld. ku

Nicolai Möllgaard (Bearb.): Aus der Chronik von Högel, Högel 1988. Chronik der Gemeinde Högel. Hrsg. von der Gemeinde Högel. Bd 2, Högel 1990. Schleswig-Holstein Topographie, HN 16.7.2004.








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