Hattstedter Marsch

(fries.: Haatstinger Määrsch) Die Gemeinde im Amt Nordsee-Treene mit den Ortsteilen Altendeich, Altemeede, Bohnenland, Brendtewarft, Elemennieg, Großellerbüll, Kleinellerbüll, HattstedtermarschHerstum, Lundenberg, Ostermarsch, Sterdebüll und Tedebüll grenzt unmittelbar nördlich an den Amtssitz. Siedlungsreste und der Einzelfund eines Flintbeils weisen auf die Erschließung des Gebiets seit der Jungsteinzeit hin. Urkundlich erstmals erwähnt wurde in Merse iuxta Hattæset 1352, 1445 hieß es in Mersk iuxta Hatstede und 1472 in Hastedemarsch. Die "Marsch von Hattstedt" wurde um 1460 auf Anordnung des Landesherrn, des dänischen Königs Christian I. (1426-1481), eingedeicht. Die Siedler wohnten weiterhin verteilt auf ihren Warften im rund 2 300 Hektar großen Koog. Ende des 18. Jahrhunderts schlossen sie sich zur "Hattstedtermarsch-Commüne" zusammen.
Die heutige politische Gemeinde gründete sich 1934. Sie hat eine Fläche von 3 626 Hektar, auf der rund 330 Einwohner (2008) leben, 17 landwirtschaftliche Betriebe nutzen knapp 1 000 Hektar Land. Mit der Eindeichung des Beltringharder Kooges 1987 rückte der Seedeich der Hattstedtermarsch in die zweite Linie. Dafür wurde die Gemeinde mit den neuen Badestellen zwischen Holmer und Lüttmoorsiel, den Ausgangspunkten für Wattwanderungen zur Hallig Nordstrandischmoor und dem Naturschutzgebiet im neuen Koog zunehmend interessanter für Urlaubsgäste.

Chronik der Hattstedter Marsch. Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Chronik der Hattstedter Marsch, Bräist/ Bredstedt 1985. Schleswig-Holstein Topographie, HN 2.7.2004.








Nordfriesland-Datenbank.de powered by NordfiiskInstituut.de

Nordfriisk Instituut

Impressum Haftungsausschluss