Haselund

(dän.-mundartlich: Haslinj, niederdt.: Håselund) Die 1 279 Hektar große Gemeinde im Amt Viöl liegt rund 2,5 Kilometer nördlich von Viöl und etwa 15 Kilometer nordöstlich von Husum. Weitere Ortsteile sind Brook, Brookfeld, Haselundfeld, Kollund, Neukrug, Norderkollundfeld und Osterkollundfeld. Hasælund wurde 1352 erstmals urkundlich erwähnt und bedeutet "eingehegter Hain, eingehegtes Gehölz" (zu dän.: has = Einhegung, Zaun). Siedlungsreste, Grabhügel und andere Funde bezeugen, dass die Region bereits seit der mittleren Steinzeit (um 5000 v. Chr.) besiedelt war. 1934 wurden die einst selbstständigen Gemeinden Brook und Kollund gegen den Willen ihrer Bewohner mit Haselund zusammengelegt. Die verkehrsgünstige Lage an der Straße Husum-Flensburg ließ den Ort schon früh zum wirtschaftlichen Zentrum für die Nachbardörfer werden. Bis zur Flurbereinigung lebten viele Familien auch vom Torfabbau, dem Klühn. 1965 wurden die großen Moore trockengelegt.
Früher standen in Haselund Mühle, Spinnerei und Meierei, heute gibt es in der wachsenden Gemeinde mit 916 Einwohnern (2008) einige Handwerks- und Gewerbebetriebe. Bundesweit bekannt ist, dass in Haselund Trafos gewickelt werden. 18 milchwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe nutzen überwiegend in Brook und Kollund rund 1 080 Hektar Land zur Beweidung. Eine Grundschule, ein kleines Freibad und mehrere Vereine sorgen für Lebensqualität.

Schleswig-Holstein Topographie, HN 4.6.2004.








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