Goldelund

(fries.: Gu'lönj; dän.-mundartlich: Golde'lun) Die Gemeinde im Amt Mittleres Nordfriesland liegt rund 13 Kilometer nordöstlich von Bredstedt und grenzt an den Kreis Schleswig- Flensburg. Etwa 375 Einwohner (2008) leben in den Ortsteilen Goldelund und Hogelund auf einer Fläche von rund 1 202 Hektar. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Goldelunt 1321. Wie bei Goldebek ist die Bedeutung des Ortsnamens unklar. Entweder bezeichnet er ein Gehölz (dän: lund) an der Galta oder einen Hain (Gehölz), in dem sich Eber (dän.: galt) aufhalten. Funde aus der mittleren Steinzeit (ca. 10000 bis 4300 v. Chr.) bezeugen die Anwesenheit von Jägern und Sammlern vor über 6 000 Jahren, ein Beil stammt aus der Jungsteinzeit, ein Bronzebeil aus der älteren Bronzezeit.
Goldelund ist landwirtschaftlich geprägt. 15 Haupterwerbsbetriebe bearbeiten rund 900 Hektar Land. Weiter gibt es noch einen Schmied und eine Tankstelle im Ort. Sie liegt strategisch günstig: In alle Himmelsrichtungen führen Straßen nach Flensburg, Niebüll, Husum und Bredstedt. Bis Mitte der 1990er Jahre existierten zwei Gefriergemeinschaften im Ort. In kleinen Häusern waren bis zu 24 Gefrierboxen aufgestellt, in denen Fleisch und andere Lebensmittel lagerten. Ringreiter- und Schützenverein sowie die Freiwillige Feuerwehr halten ihre Sitzungen im 100 Jahre alten Dorfkrug von Hogelund ab. Kirche, Grundschule und Kindergarten werden in Joldelund genutzt, danach besteht für die Kinder die freie Wahl einer Schule in den umliegenden Städten.

Schleswig-Holstein Topographie, HN 10.10.2003.
Goldlunder Dorfbuch. Hrsg. von der Gemeinde Goldelund 1992.








Nordfriesland-Datenbank.de powered by NordfiiskInstituut.de

Nordfriisk Instituut

Impressum Haftungsausschluss