Garding

(niederdt.: Ga(r)n, neuniederdt.: Gård) Die 306 Hektar große Stadt Garding im Amt Eiderstedt liegt im westlichen Teil der Halbinsel in jeweils rund zehn Kilometern Entfernung zu Tönning und Sankt Peter-Ording. Getthing wurde um 1187 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet "Zaun, eingefriedigtes Stück Land, Hof, Hofraum".
Garding bildete sich um die 1117 errichtete romanische Kirche Sankt Christian und war lange Zeit der Zentralort Everschops. 1466 wurde hier auf einem Dreihardesthing das Eiderstedter Landrecht bestätigt. 1575 zum Flecken erhoben, erhielt Garding bereits 1590 die Stadtrechte. Die 1612/13 angelegte Süder-Bootfahrt, eine Schifffahrtsverbindung nach Katingsiel an der Eider, war über Jahrhunderte die einzige Verkehrsader. 1849 wurde eine Straße nach Tönning gebaut, 1892 die Eisenbahnstrecke eingeweiht. Heute leben 2 644 Einwohner (2008) in der Stadt, aus der auch der Literaturnobelpreisträger Theodor Mommsen stammt. Größter Arbeitgeber sind Kirche und Kirchenkreisverwaltung. Etwa 100 000 Gäste übernachten jährlich in Garding. Es gibt zwei Kindergärten, eine betreute Grundschule, die Theodor-Mommsen-Realschule mit Grund- und Hauptschulteil, die Landesberufsschule für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer und die private dänische Vestejdersteds Danske Skole. Für Erwachsenenbildung sorgt eine Volkshochschule. In mehr als 30 Vereinen werden Brauchtumspflege oder Sportarten von Boßeln bis zur Voltigiergruppe betrieben.

375 Jahre Stadt Garding. Hrsg. von der Stadt Garding, Garding 1965.
Dor is wat in de Klock. Mitteilungen der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft Stadt und Kirchspiel Garding, Nr. 1ff. (1988ff.).
400 Jahre Stadt Garding. Blick in die Geschichte. Zusammengestellt von Ulf O. Postel, Garding 1990.
Schleswig-Holstein Topographie, HN 8.8.2003.








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