Fresendelf

Die Gemeinde im Amt Nordsee-Treene liegt rund zehn Kilometer östlich von Friedrichstadt in einem äußersten Winkel des Kreises Nordfriesland. Mit 94 Einwohnern (2008) und einer Fläche von 260 Hektar gehört sie zu den kleinsten selbstständigen Gemeinden des Kreises. Vresendelue wurde 1447 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet "Friesengraben" und setzt sich aus den mittelniederdeutschen Wörtern vrese (Friese) und delf (Graben) zusammen. Einzelfunde wie z. B. eine Flintsichel, ein Dolch und ein Flachbeil bezeugen eine Besiedlung des Gemeindegebiets seit der Jungsteinzeit, Hügelgräber unbestimmten Alters sowie Urnenfunde und Scherben aus der Eisenzeit lassen auf eine kontinuierliche Besiedlung in vor- und frühgeschichtlicher Zeit schließen. Im Mittelalter soll hier das untergegangene Dorf Winneringsmoor gelegen haben.
In den 1980er Jahren drohte das Dörfchen auszusterben. Heute erfreuen sich Bauplätze an der Flanke des 47 Meter hohen Glockenbergs wegen der besonderen Aussicht zunehmender Beliebtheit. Die meisten Wiesen in der Treeneniederung sind an auswärtige Bauern verpachtet. In Fresendelf gibt es nur noch zwei landwirtschaftliche Betriebe, die etwa 100 Hektar Land bearbeiten. Sämtliche Einrichtungen des täglichen Lebens befinden sich im vier Kilometer entfernten Schwabstedt. Die Freiwillige Feuerwehr und der erst 1990 gegründete Verein der Ringreiter sind die Stützen des gesellschaftlichen Lebens in der kleinen Gemeinde.

Schleswig-Holstein Topographie, HN 20.6.2003.








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