Ellhöft

(dän.-mundartlich: Ælhoi) Die Gemeinde im Amt Süderlügum liegt etwa drei Kilometer nördlich von Süderlügum unmittelbar an der Staatsgrenze zu Dänemark. Sie besteht aus den Ortsteilen Ellhöftfeld sowie aus Struxbüll und Böglum, die ehemals eigene Gemeinden bildeten. Elhouet wurde 1543 erstmals urkundlich erwähnt, doch bezeugen archäologische Funde eine kontinuierliche Besiedlung des Gemeindegebiets seit der Mittelsteinzeit (ca. 10000-4300 v. Chr.). Reste einer alten Pflasterung gehören vermutlich zum alten Ochsenweg, der wohl schon in der Bronzezeit von Dänemark bis zur Elbe führte. Der Ortsname leitet sich von den dänischen Wörtern el (Erle) und hoved (Haupt, Vorsprung) ab und bedeutet wahrscheinlich "Vorsprung bei den Erlen".
Heute leben 110 Einwohner (2008) auf einer Gemeindefläche von 782 Hektar, vier landwirtschaftliche Betriebe nutzen rund 700 Hektar Land zur Milchwirtschaft. Eine weitere Einnahmequelle bilden sechs Windkraftanlagen mit jeweils 1,3 Megawatt Leistung. Sie produzieren jährlich rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom, genug um 4 000 Vier- Personen-Haushalte zu versorgen. Bis 2001, als sich Dänemark dem Schengen-Abkommen anschloss und die Passkontrollen an der Staatsgrenze entfielen, war Böglum der bedeutendste Grenzübergang an der Westküste. Ein Handwerker-Multiservice, eine Zimmerei, ein Reiterhof und eine Versicherungsagentur sind die einzigen Gewerbebetriebe in Ellhöft.

Schleswig-Holstein Topographie, HN 8. 2. 2003.








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