Elisabeth-Sophien-Koog

Die Gemeinde im Amt Nordsee-Treene liegt auf historischem Grund im Norden der ehemaligen Insel und heutigen Halbinsel Nordstrand. 1634 zerstörte eine verheerende Sturmflut die hufeisenförmige Insel Alt-Nordstrand und hinterließ nur Bruchstücke, die in den folgenden Jahrzehnten allmählich wieder eingedeicht wurden. Es bildeten sich die Inseln Pellworm und Nordstrand. Das Gebiet des Elisabeth-Sophien- Kooges wurde 1739 als Christianskoog eingedeicht, jedoch 1756 durch eine Sturmflut wieder zerstört. 1771 gelang es dem Grafen Jean Henri Desmercières, widerstandsfähigere Deiche zu errichten. 1804/05 wurde der Koog erstmals urkundlich erwähnt.
Im Elisabeth-Sophien-Koog gibt es keine Straßennamen. Die 18 Familien und insgesamt knapp 50 Einwohner (2008) sind nach Hausnummern geordnet. Sie bewohnen eine Fläche von 529 Hektar, sechs landwirtschaftliche Betriebe nutzen eine Fläche von 470 Hektar. Einnahmequellen der Gemeinde bilden der "Uthlande Windpark", ein Campingplatz und die Kurtaxe. Die Badestelle Holmer Siel wird vor allem von Surfern geschätzt. Wie in allen Gemeinden unter 70 Einwohnern sind alle wahlberechtigten Personen in der Gemeindeversammlung stimmberechtigt. Der historische Pharisäerhof beherbergt ein kleines Heimatmuseum mit Café.

Nicolai Möllgaard: 200 Jahre Elisabeth-Sophien-Koog auf Nordstrand 1771-1971, Bredstedt 1971.








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