Dagebüll

(fries.: Doogebel) Die 3 692 Hektar große Gemeinde im Amt Südtondern liegt direkt an der Nordsee, rund zehn Kilometer südwestlich der Stadt Niebüll. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar, eventuell handelt es sich um die „Siedlung des Daghi“. Dagebull wurde erstmals im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt, doch beweist der Fund eines Beils der Einzelgrabkultur, dass bereits in der Jungsteinzeit Bauern das Gebiet besiedelt und urbar gemacht haben.
Die heutige Gemeinde mit ihren 900 Einwohnern (2008) entstand 1978 durch die Zusammenlegung der ehemals selbstständigen Gemeinden Dagebüll, Fahretoft, Juliane- Marien-Koog und Waygaard. Es handelte sich bei den Ortsteilen einst um Halligen, die zwischen 1577 und 1778 eingedeicht und landfest gemacht wurden. Der Dagebüller Hafen bildet den Ausgangspunkt zu den nordfriesischen Inseln Föhr und Amrum. Für rund 2 500 Fahrzeuge wurde 2002 ein neuer Parkplatz, für die Inselreisenden ein neuer Fähranleger gebaut. Neben dem Fremdenverkehr bildet die Landwirtschaft den zweiten bedeutenden Wirtschaftszweig. 28 Agrarbetriebe bewirtschaften 2 793 Hektar Land. Kindergarten und Grundschule befinden sich in Fahretoft.

Schleswig-Holstein Topographie, HN 2002.








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