Brahmstedtlund

(dän.-mundartlich: Bramstej) Die kleine Gemeinde im Amt Südtondern liegt etwa zehn Kilometer Luftlinie von Leck entfernt im äußersten nordöstlichen Winkel des Kreises Nordfriesland direkt an der deutsch-dänischen Staatsgrenze. Bramstede wurde 1492, Bramstedelundt 1533 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet wahrscheinlich „Hain, dichtes Gehölz (dänisch: lund) von Bramstedt“, der „Wohnstätte des Bram“. Ein Friedhof aus der vorrömischen Eisenzeit deutet auf eine frühe Besiedlung hin. In früheren Jahrhunderten wurde Torfkohle produziert. Dabei wurde der Torf getrocknet und anschließend verkohlt. Die Kohle benutzte man zur Verhüttung von Raseneisenerz. Ein rauchender Meiler im Ortswappen symbolisiert dies. Zwölf schräge Felder stehen für die Hufenstellen, aus denen der Ort früher bestand, drei goldene Pflugeisen für die drei Festestellen, die 1954 zu Bramstedtlund zusammengefasst wurden. Viele ältere Einwohner sprechen noch Sønderjysk, das dänische Platt. Heute leben 220 Menschen (2008) auf dem 1 385 Hektar großen Gemeindegebiet. Neun landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe nutzen rund 540 Hektar. Zur Kirche wenden sich die Einwohner nach Ladelund, Einkauf, Sport und Freizeitvergnügungen müssen im Umland erledigt werden. Der Grenzkrug Pepersmark dient als Veranstaltungslokal.

Hans Christian Davidsen: Bramstedtlund. Geschichte und Geschichten aus einer Schlewigschen Geestgemeinde. Drei Teile. Erster Teil, Bramstedtlund 1981.
Schleswig-Holstein Topographie, HN 23. 3. 2002.








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