Braderup

(fries.: Brudtarp [Karrharde], Brüüdjtoorp [Bökingharde], Braarep [Wiedingharde]; niederdt.: Bråderup; dän.-mundartl.: Brarup) Die Gemeinde im Amt Süderlügum liegt rund sieben Kilometer nordöstlich von Niebüll. Rund 660 Einwohner (2008) besiedeln das 1 335 Hektar große Gemeindegebiet. Brathorp, das „Dorf am Abhang“, wurde 1330 erstmals urkundlich erwähnt. Flintdolche und andere Funde beweisen, dass das Gebiet bereits in der Jungsteinzeit bewohnt war, Gräber aus der Eisenzeit bestätigen eine kontinuierliche Besiedelung. Im Mittelalter ließen sich Dänen und Friesen hier nieder. In dieser Zeit befand sich in der Nähe der „Galgenstein“, die Richtstätte der ?Karrharde. Die gotische Backsteinkirche stammt aus dem Jahr 1240 und wurde seither nur wenig verändert.
Heute nutzen acht landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe 668 Hektar Land, dazu kommen fünf Nebenerwerbsbetriebe. 20 Gewerbetreibende bieten etwa 80 Menschen Arbeit. Ein Bäcker ist der letzte Einzelhändler im Ort. 1995 entstand ein Bürger-Windpark mit 15 Windkraftanlagen. Durch ein Aufforstungsprogramm wurde der Gemeindewald um 185 Hektar Neuwald auf insgesamt 300 Hektar erweitert. Vor allem für junge Familien wurde 1984 ein größeres Baugebiet erschlossen. Die Schul- und Kindergarteneinrichtungen befinden sich jedoch in Süderlügum bzw. Niebüll.

NT, 6. 3. 2001, Schleswig-Holstein Topographie, HN 16. 3. 2002.








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