Behrendorf

(fries.: Bjarntoorp, dän.-mundartl. Bjerrup) Die 1 529 Hektar große Gemeinde liegt etwa drei Kilometer östlich von Viöl und hat 600 Einwohner (2008). Sie gehört zum Amt Viöl. Der Ortsname bedeutet „Dorf des Biarne“ oder „Bjørn“. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bierndorp 1309, doch fanden sich auch Grabhügel und Steinwerkzeuge aus der Jungsteinzeit. Aus der Eisenzeit ist ein Urnenfriedhof belegt. Luftbilder zeigen schattenhaft einen Kreis auf dem Geestboden, wobei es sich um letzte Reste einer mittelalterlichen Burg oder eines Schutzwalls handeln könnte. Nahezu alle Spuren aus früherer Besiedlung sind mittlerweile einer gründlichen Bodennutzung zum Opfer gefallen. In Behrendorf gibt es noch 20 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe, die rund 1 450 Hektar Land nutzen. In erster Linie verdienen die Landwirte mit Rindermast und Milchproduktion ihr Einkommen. Bekannt ist der Ort weit über seine Grenzen hinaus wegen seiner Pferdezucht und Veranstaltungen im Pferdesport. Die Schule wurde nach Viöl verlegt, kleine Händler und Handwerker wie Bäcker, Tischler, Elektriker, Maurer, Krankengymnastin und eine Gastwirtschaft blieben im Dorf. Behrendorf versorgt sich selbst mit Trinkwasser. 1968 wurde ein etwa 65 Meter tief gelegener unterirdischer See angebohrt. Der Verein Wassergemeinschaft Behrendorf kontrolliert eine tägliche Pumpenleistung von rund 200 000 Litern reinsten Trinkwassers.

Kurt Peter und Marianne Sieverloh: Behrendorf - aus der Chronik eines Geestdorfes, Behrendorf 1995. Schleswig-Holstein Topographie, HN 4.8.2001.








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