Bargum

(fries.: Beergem, dän. Bjerrum = „Zu den Bergen“) Die 1 729 Hektar große Gemeinde im Amt Stollberg liegt auf einem Geestvorsprung an der Bundesstraße 5 auf halbem Weg zwischen Bredstedt und Niebüll. „Nu sind wi um den Barg rum“, sagten Fischer noch bis 1466, der Eindeichung des Bargumer und des Langenhorner Alten Kooges, wenn sie die Landzunge umrundet hatten. Zu Bargum mit seinen 610 Einwohnern (2008) gehören die Ortsteile West-Bargum, Ost-Bargum und Soholmbrück. Fan Beregum wurde 1379 erstmals urkundlich erwähnt. Erste Besiedlungsspuren führen in die mittlere Steinzeit (ca. 10000 bis 4300 v. Chr.), auch in der Jungsteinzeit siedelten zumindest zeitweise Bauern auf den höher gelegenen Sanderflächen. Aus der Eisenzeit gibt es einen Hinweis auf Gräber an der Soholmer Au. Die spätgotische Backsteinkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert, das separate Glockenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Die Mühle „Aeolos“, ein Gallerie-Holländer, ist nur Pfingstmontag, am Tag der Mühlen, zu besichtigen. Zwei Mahlwerke für Roggen und Weizen könnten jederzeit in Betrieb genommen werden. 1975/76 erbauten die durch die Bundesstraße getrennten Bewohner von Ost- und West-Bargum in gemeinsamer Eigenleistung das Gemeindehaus, das zum Treffpunkt für Senioren, Jugendliche und auch für die Gemeindevertretung wurde. 28 landwirtschaftliche Betriebe nutzen 1 064 Hektar Fläche. Einen Dorfladen gibt es nicht mehr, dafür bildet sonntags ein fahrender Bäcker Gelegenheit zum Dorfschnack.

Chronikblätter aus Bargum, Bargum 1984 - 1986. Schleswig-Holstein Topographie, HN 16.6.2001.








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