Ahrenshöft

(fries.: Oornshaud; dän.-mundartlich: Orsåwe) Die kleine Gemeinde im Amt Mittleres Nordfriesland liegt auf einer Geestnase, die zwischen Bredstedt und Hattstedt in die Hattstedtermarsch hineinreicht. Die Entfernung zum nordwestlich gelegenen Bredstedt beträgt rund acht Kilometer. Ahrenshöft wurde 1455 als Vrenshouede erstmals urkundlich erwähnt. Der Name setzt sich aus dem Eigennamen "Orne" (dänisch für Eber) und der dänischen Bezeichnung Hoved bzw. dem niederdeutschen Höft für "Haupt" oder "Vorsprung" zusammen und beschreibt die geografische Lage des Ortes. Ausgrabungen belegen, dass das Gebiet bereits vor etwa 14 000 Jahren von eiszeitlichen Jägergruppen der "Hamburger Kultur" besiedelt wurde. Aus der Bronzezeit stammt eine mächtige Grabhügelgruppe, die Söbenbargen. Das heutige Dorf wurde im 13. Jahrhundert gegründet und wuchs mit dem Nachbarort Klein-Ahrenshöft zur Gemeinde Groß-Ahrenshöft im Kirchspiel Drelsdorf zusammen. Durch die Feldmark verlief der alte Heer- und Ochsenweg.
Heute leben rund 520 Einwohner (2008) auf einer Gemeindefläche von 865 Hektar. Die Arlau bildet die südliche Grenze. Charakteristisch für das Ortsbild ist "der Berg", die mit gut 35 Metern zweithöchste Erhebung Nordfrieslands. Es handelt sich um die zentrale Mülldeponie des Kreises. 2005 wurde sie durch eine Bundesverordnung geschlossen. Von den ehemals rund 30 landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben sind noch neun verblieben. Sie bewirtschaften eine Fläche von etwa 500 Hektar Land. Ein Bauunternehmen und einige kleinere Betriebe sorgen für heimische Arbeitsplätze. Kleinhandel, Schule, Dienstleistungsbetriebe sowie eine eigene Meierei samt der freiwilligen bäuerlichen Kartoffeldämpf-, Wurzelrode- und Gefriergemeinschaften fielen der Zentralisierung des ländlichen Raumes zum Opfer. ku

Schleswig-Holstein Topographie, HN 30.12.2000.








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