Wiedingharder Alter Koog

(fries.: Wiringhiirder Uuile Kuuch), Bedeichungsjahr: 1465; Größe: 5 134 ha; Länge des Ringdeiches: rund 31 Kilometer. Im Prinzip war die ehemalige Marschinsel der Horsbüllharde um die Kirchspiele Rodenäs, Klanxbüll, Emmelsbüll u. a. nichts anderes als eine große Hallig: wenige Meter aus dem Wattenmeer herausragender Rest einer abgesunkenen, ehemals durchgehenden Landfläche von der Geest bis zu den heutigen Außensänden. Neben dem Absacken der Landschaft infolge großflächigen Salztorfabbaus kam im Mittelalter ein spürbar steigender Meeresspiegel hinzu, um große Teile des Gebiets dauerhaft zu überfluten. Die Menschen südlich der Wiedau, daher der spätere Name Wiedingharde, mussten sich eine Lösung einfallen lassen, um ihre in Bedrängnis geratene Harde zu retten. Dabei reichte wohl eine Erhöhung ihres ein bis anderthalb Meter hohen "Goldenen Ringes", der Sommerdeiche rund um die Hallig, für die nächsten hundert Jahre aus, bis durch die Bedeichung des Gotteskoogs die Verbindung zum Hinterland hergestellt war.








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