Bedeichungsjahr: 1741, Größe: 619 Hektar, Deichlänge: rund 5,5 Kilometer. Die Eindeichung des nach der Gemahlin des dänischen Königs Christian VI. (1699-1746), Sophie Magdalene, benannten Kooges ist ein Teil des Bredstedter Werkes zur Abschließung der Bucht zwischen der Hattstedtermarsch und Ockholm. Die Verantwortung für dieses Werk übernahmen der Geheimrat am königlichen Hof in Kopenhagen, Jean Henri Graf Gyldensteen, und sein Sohn, der Staatsrat Jean Henri Desmercières. Der achtete vor einer Bedeichung sehr darauf, dass das Vorland hoch genug aufgeschlickt war und bereits eine Salzwiesenflora trug. Der durchwurzelte Vorlandboden verwandelte sich schnell in hervorragenden Ackerboden, wenn erst einmal vom Regenwasser das Salz herausgewaschen war. Desmercières ließ auch zum ersten Mal in Nordfriesland einen Profildeich mit unten flacher, oben steilerer Böschung bauen. Die heranstürzenden Wellen sollten sich auf dem flachen Stück austoben können, bevor ihnen der Deich ernsthaft Widerstand bieten musste.
Die landwirtschaftlichen Betriebe im Koog bieten heute ein vielseitiges Bild wie in keiner anderen Region Nordfrieslands. Jeder Betriebsleiter versucht auf eigene Weise, sein erforderliches Einkommen zu sichern, und so findet man neben dem typischen Ackerbaubetrieb auch andere mit Schwerpunkt Milchproduktion oder Schweine- bzw. Rindermast. Manch ein Hof versucht es mit biologischem Anbau oder hat sich der Schafhaltung verschrieben. Auch die Vermietung von Ferienwohnungen und der Betrieb einer eigenen Windkraftanlage liefern wichtige Beiträge zum Überleben der Höfe. Die Sielverbände Sophie-Magdalenen-Koog und Desmerciereskoog (Hrsg.): Sophie-Magdalenen-Koog 1741-1992. Desmerciereskoog 1767-1992, o. O., o. J. Nicolai Möllgaard: Sophie-Magdalenen-Koog 1741-1967. Desmerciereskoog 1767-1967, Bredstedt 1967.








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