Sieversflether Koog

Bedeichungsjahr: 1610, Größe: 640 Hektar, Deichlänge: rund 4,3 Kilometer. Die große Bucht zwischen Osterhever und Uelvesbüll, in der sich zusehends neuer Anwachs bildete, verlockte die Landesherrschaft zur Neulandgewinnung. Die Menschen vor Ort schienen jedoch nur wenig Interesse an einer Bedeichung zu haben. So musste Herzog Johann Adolf von Gottorf (1575-1616) den Deichbau anordnen, was zur Folge hatte, dass vor allem die Oldensworter nur halbherzig mitarbeiteten. Schlampige Arbeit und mangelnde Sicherungsmaßnahmen führten 1601 zu großen Verlusten am gerade errichteten Deich. Unter der Leitung von Generaldeichgraf Johann Claussen Rollwagen konnte er erst 1610 ausgebessert und ergänzt werden. Der Sieversflether ("Wasserlauf des Sievert") Koog litt noch lange unter Entwässerungsproblemen, eine landwirtschaftliche Nutzung war nahezu unmöglich. 1617 entschloss man sich deshalb zur Schaffung eines Speicherkooges. Man trennte den Teil des Landes, das am niedrigsten lag, ab und funktionierte ihn zur Aufnahme der Abwässer und zur Regulierung des Wasserstandes um. Er bekam den bezeichnenden Namen Wasserkoog.

Hans Hinrichs: Zur Geschichte der Bedeichung des Sieversflether Kooges im Kirchspiel Tetenbüll. In: JbNfV 10 (1923), S. 33-43.








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