Finkhaushalligkoog

Bedeichungsjahre: 1935/1967, Größe: 690 Hektar, Deichlänge: rund 4,8 Kilometer. Der Zehnjahresplan zur Landgewinnung, Landerhaltung und Wasserwirtschaft des NS-Gauleiters Lohse beinhaltete auch die Eindeichung der Finkhaushallig südwestlich von Husum. So wartete man bei der Gewinnung des neuen Vorlandes in der Simonsberger Bucht 1934 auch nicht erst auf die Verlandung des gesamten Gebiets bis zur Deichreife, sondern bezog absichtlich eine größere Wattfläche mit ein, um Erfahrungen über ihre Nutzbarmachung zu gewinnen. Der auf Schlick gebaute Deich hatte bei der Flutkatastrophe von 1962 seine größte Belastungs- und Bewährungsprobe zu überstehen. Im Westen und Norden des Kooges kam es zu schweren Beschädigungen, doch der entscheidende Durchbruch konnte abgewehrt werden. In den Jahren 1965-67 wurde ein etwa drei Kilometer langer Deich von der Nordwestecke des Simonsberger Kooges zum Nordwesten des Deiches der Finkhaushallig gebaut. Die dadurch neu gewonnene Fläche bestand aus rund 160 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und zwei Speicherbecken, die nun auch die Entwässerungsprobleme des Kooges lösen konnten.

Helmuth Müller: Simonsberg. Finkhaushallig. Beiträge zur Geschichte, Simonsberg 1987.








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