Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog

Bedeichungsjahr: 1954, Größe: 1399 Hektar, Deichlänge: rund 8,7 Kilometer. Erstes Ergebnis der "Erschließung der notleidenden Gebiete des Landesteils Schleswig" unter Leitung der "Programm Nord GmbH" war 1954 ein neuer Koog südlich des Hindenburgdamms. Er erhielt den Namen des damaligen schleswig- holsteinischen Ministerpräsidenten Friedrich-Wilhelm Lübke (1887-1954), dem Bruder des späteren Bundespräsidenten. Erstmals kam auch eine neue Deichbautechnik zur Anwendung. Der moderne Landesschutzdeich bestand nun zum größten Teil aus einem Sandkern, der mit Klei und auf der Außenböschung zusätzlich mit Grassoden abgedeckt wurde. Die ungeschützte Innenböschung verlangte die Deichschließung in nur einem Sommer, weil sie etwaigen Angriffen durch die Winterstürme nicht standgehalten hätte. In dem neuen, ausschließlich aus staatlichen Mitteln finanzierten Koog wurde eine Musterlandwirtschaft aufgebaut. Als Siedler wählte man 21 heimatvertriebene und 20 einheimische Bauernsöhne aus. Die angestrebten Produktionsleistungen der landwirtschaftlichen Betriebe konnten bald deutlich übertroffen werden.

Thomas Claus Schwede: Der Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog, Berlin/Bonn 1959.
Karl Weigand (Hrsg.): Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog, Schleswig 1979.








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