Desmerciereskoog

Bedeichungsjahr: 1767, Größe: 360 Hektar, Deichlänge: rund 2,2 Kilometer. Der Koog liegt in der Bredstedter Bucht und ist ein Teil des Bredstedter Werkes. Er wurde nach seinem Besitzer und Eindeicher Jean Henri Desmercières benannt. Dieser ließ einen Deich mit ungewohntem Profil errichten. Vor allem die zur Seeseite hin flach auslaufende Böschung rief wegen des erhöhten Arbeitsaufwandes bei seinen Zeitgenossen großes Unverständnis hervor. Die konfliktreiche Bauphase verarbeitete der Dichter Theodor Storm später als wichtiges Element in seiner Novelle vom "Schimmelreiter".
In den Anfangsjahren der Besiedelung dominierte im Koog der Ackerbau, bald jedoch belebte der blühende Export fetter Ochsen die Grünlandwirtschaft. Zeitweise wurden bis zu vier Fünftel der Nutzfläche dafür verwendet. Die technische Entwicklung schließlich brachte wieder eine deutliche Verschiebung zur Ackerwirtschaft mit sich. Heute bieten die Betriebe im Koog ein vielseitiges Bild. Durch Spezialisierung z. B. auf Erdbeer- oder Speisekartoffelanbau oder mit der Anwendung ökologischer Prinzipien versuchen die Betriebsleiter in Marktnischen ihre Einkommensstruktur zu verbessern. Die Sielverbände Sophie-Magdalenen-Koog und Desmerciereskoog (Hrsg.): Sophie-Magdalenen-Koog 1741-1992. Desmerciereskoog 1767-1992, o. O., o. J.

Nicolai Möllgaard: Sophie-Magdalenen-Koog 1741-1967. Desmerciereskoog 1767-1967, Bredstedt 1967.








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