Bupheverkoog

Bedeichungsjahr: 1939, Größe: 244 Hektar, Deichlänge: rund 4,4 Kilometer. Der Koog auf Pellworm wurde nach dem 1634 untergegangenen Ort Buphever benannt. "Bup, bi up der Hever" bedeutet "oberhalb der Hever, jenseits der Hever". 300 Jahre nach der großen Flut von 1634 drohte der Insel erneut Gefahr durch die Hever. Sie hatte sich von einem unbedeutenden Priel zu einem gewaltigen Wattstrom ausgeweitet und bedrohte mit ihrer zerstörerischen Kraft die Insel. Zur Beruhigung der Lage beabsichtigte man, von der Nordostspitze Pellworms einen Damm zum Festland zu bauen, eine Maßnahme, die 1934 im Zehnjahresplan zur Landgewinnung, Landerhaltung und Wasserwirtschaft des NS-Gauleiters Lohse verankert worden war. Voraussetzung für den Damm sollte ein Deich auf dem nordöstlichen Vorland sein. Einen Teil davon sollte später als Anschlussstück in den Damm integriert werden. Der Deich konnte 1939 fertiggestellt werden und ergab den Bupheverkoog. Der geplante Damm zum Festland wurde wegen Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht mehr errichtet.

Brar Roeloffs: 50 Jahre Bupheverkoog. In: ZEW 1990, S. 96-103.








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