Archsumburg

(fries.: ?richsemborig) Der etwa 2 000 Jahre alte ehemalige Ringwall liegt im Zentrum von ?Archsum. Er ist kaum noch zu erkennen, war aber wohl "die größte Burg" mit dem "höchsten Wall" auf ?Sylt, wie der Chronist Johann F. Camerer 1756 berichtete. Umfangreiche Untersuchungen 1972-78 kamen zu dem Ergebnis, dass es sich einst um einen Ringwall mit einem Innendurchmesser von ungefähr 64 Metern handelte. Der Sodenwall hatte eine Höhe von etwa einem Meter bei einer Basisbreite von rund fünf Metern. Durch spätere Aufschüttungen entstand allmählich ein über zehn Meter breiter Wallkörper. Im Norden des Ringwalls befand sich ein Tor, das jedoch von Anfang an unbrauchbar war. Der etwa zehn Meter lange, schmale Kriechgang ins Burginnere wurde bereits beim Bau wieder eingefüllt. In der Burg standen entlang des Wallfußes mit dem Eingang zur Mitte ausgerichtete Hütten aus Flecht- oder Sodenwänden. Sie waren mit Herdstellen und Streu ausgestattet, doch wurde nicht der erwartete Abfall gefunden. Mehrfach fehlten die Giebelwände, auch ein Wandbewurf konnte nicht festgestellt werden. Bemerkenswert sind zahlreiche mit Steinen gefüllte Gruben sowie drei Schachtanlagen. Sie haben einen Durchmesser von drei bis vier Metern und reichen bis auf den gewachsenen Boden hinunter. In etwas überdurchschnittlicher Häufigkeit kamen hier Trinkgefäße zum Vorschein. Vermutlich wurden Opfer dargebracht.








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