Alkoven

(arabisch: el kobbah = Zelt, Kuppel, Gemach) ist die Bezeichnung für eine Bettnische. Die ursprünglich arabische Raumform wurde von den Spaniern übernommen und verbreitete sich Mitte des 17. Jahrhunderts über alle europäischen Länder. Die relativ kleinen Schlafkästen (1,70 bis 1,80 Meter lang, 1 Meter tief) waren in die Wände zwischen den Zimmern eingelassen und mit Türen oder Vorhängen abtrennbar. Reichte die Länge des Alkovens nicht aus, ruhte man halb aufgerichtet mit mehreren Kissen im Rücken. Die Eltern schliefen in den Alkoven in der Küche, Kinder und Gesinde - bis zu drei oder vier Personen in einem Bett - in Wandbetten auf der Diele, in der Küche oder in der Kammer. Der Hohlraum unter der Matratze wurde als Aufbewahrungsort z. B. für Kartoffeln genutzt und bildete häufig eine ideale Niststätte für Mäuse. Mit der allgemeinen Verbesserung der Lebensbedingungen und der Hygiene verschwanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts die letzten Alkoven aus dem Alltagsleben. Zu besichtigen sind sie z. B. im Altfriesischen Haus in ?Keitum auf Sylt.








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